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Willkommen
07. Mai 2026
Marie und ich waren wieder unterwegs in unserer schönen Bio-Region. Dieses Mal ging es bei bestem Wetter nach Esperstoftfeld zum Biolandhof der Christiansens. Fröhlich empfangen wurden wir von Barbara Maria und Hündin Bella, die von der Entdeckungsreise über Feld, Wiese und Hof genauso begeistert war wie wir...
Christiansens Hof ist einer der größten Gemüseproduzenten in unserem Dunstkreis und beliefert auch den Bio-Großhandel im Norden, aber auch wenn hier die ein oder andere Tonne Möhren mehr den Hof verlässt, ist die ganze Atmosphäre dennoch wie auf dem kleinen Bauernhof nebenan. Eine Mitarbeiterin stiefelt mit der Schubkarre auf dem Weg zur Rhabarberernte vorbei, alle sind offen und interessiert, gemeinsam wird die Kaffeepause verbracht und jeden Mittag wird frisch für alle gekocht. Ja, eingespielte Abläufe, gute Absprachen und die große Erfahrung von Heinz-Peter, Barbara Maria und ihren langjährigen Mitarbeitern machen hier vieles möglich. Rubin Arias Jimenez, genannt "Chiqui", durften wir bei der Radieschenernte über die Schulter gucken. Auf "das machst Du aber nicht zum ersten Mal" antwortet die Frohnatur nur mit einem herzlichen Lachen. 22 Jahre ist er nun schon hier beschäftigt und die in Wirklichkeit sehr aufwändige Radieschenernte sieht bei ihm aus wie ein Kinderspiel. Vieles erfahren wir über die kleinen, scharfen Kugeln, während Bund für Bund in die Kiste wandert. Radieschen wachsen zwar schneller als die Beikräuter und müssen daher nicht gejätet werden, aber die Ernte hingegen ist reine Handarbeit, die sich nicht maschinell erleichtern lässt. Zudem sind Radieschen erstaunlich empfindlich in ihrem Wuchs. Bekommt die Pflanze "Stress", indem sie z.B. zu viel oder zu wenig Wasser oder Licht erhält, beginnt sie leicht zu "schießen", Dann wachsen die Blätter plötzlich sehr schnell, die Stiele werden breit und es geht keine Energie mehr in die noch zu kleinen Knollen.
Was auch ein erstaunlich großer Teil seiner Arbeit auf dem Biofeld ist: das Ein- und Ausrollen der ellenlangen Gemüseschutzvliese und -netze, die das Gemüse vor Kälte und feindlichen Angreifern bewahren. Ohne sie funktioniert der Bioanbau nicht. Früher gab es jemanden, der sich ausschließlich darum gekümmert hat, heute ist es Gärtnersache, jedoch gibt es etwas Unterstützung beim Aufrollen durch ein spezielles Anbaugerät am Trecker, das wir im Einsatz bestaunen konnten. Apropros Trecker: Maries Leidenschaft für große Maschinen wurde endlich bedient... Freudestrahlend durfte sie die satte Erntebeute vom Feld auf den Hof fahren - voll cool, mit'm Lamborghini.
Ohne schweres Gerät ging hingegen die Rhabarberernte bei Jutta von statten. Mit flinken Händen zack! Stängel rausgedreht, zack! Stielansatz entfernt, zack!zack! Blätter abgeschnitten. Wir konnten kaum so schnell Fotos machen, um die Ernte für Euch festzuhalten. Viele, viele wunderschöne Stauden mit zahlreichen Stielen stehen aber noch (übrigens ganz ohne Netz: der schlimmste Rhabarberschädling sind wir) und warten darauf, in Eure Kisten zu wandern. Aber denkt dran: mit dem Johannistag am 24.06. endet die Saison.
Es gibt so viel spannendes über den Betrieb zu sagen - alleine aufgrund der Tatsache, dass hier schon seit 1983 echt Bio-Pioniere mit so viel Leidenschaft und Überzeugung am Werk sind, die den Hof ständig weiterentwickeln. Eine der aktuellen Neuerungen: eine große Solaranlage mit Speicher, die es ermöglicht bis zu 75% des Strombedarfs zu decken. Für mehr Unabhängigkeit und einen Beitrag zur Energiewende, so Barbara Maria, die sich ganz viel Zeit genommen hat, uns herumzuführen, uns alles zu zeigen und vieles zu erklären, was ihren Alltag und die Herausforderungen der Zeit betrifft. Sie hat sehr viel bewegt im Bioland-Verband, steckt voller Visionen und auch ihre wichtige Arbeit im Saat:gut e.V. geht natürlich weiter (wir freuen uns schon auf die neue Esperstofter Bete "Angela", die noch feiner sein soll als "Gesche"), aber dazu dann an anderer Stelle mehr. Seid Euch sicher: wir waren nicht das letzte Mal dort und werden Euch weiter berichten.
Zur Möhrenernte sind wir auf jeden Fall auch wieder herzlich Willkommen und wir freuen uns sehr darauf!
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