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So habt Ihr sie vielleicht noch nie gekostet, unsere Gemüse-Klassiker mit leicht angestaubtem Image. Frisch rausgeputzt und in neuem Gewand präsentieren sich unsere monatlich wechselnden Helden aus regionalem Anbau und halten vielleicht auch in Eure norddeutschen Sterneküchen neuen Einzug.
Den Anfang macht der Weißkohl. Viel Freude!
Es muss ja nicht immer der Kohl-Eintopf, Roulade oder Sauerkraut sein - wenn sie auch noch so lecker und herrlich deftig sind und wir den Weißkohl in diesen Formen auf keinen Fall missen wollen. Wie wäre es dennoch mit Weißkohlstaeks mit Nuss, pikant zu Nudeln oder mal fernöstlich als "Manchurian"?
Zutaten für 4 Portionen
Zubereitung
1. Vorbereitung: Ofen auf 200 °C Umluft vorheizen, ein Backblech mit Backpapier auslegen. Weißkohl von äußeren Blättern befreien, den Strunk etwas kürzen und den Kopf in 4 ca. 2,5 cm dicke Scheiben schneiden. Der Strunk sollte die Scheiben zusammenhalten.
2. Marinade: In einer Schüssel 4 EL Olivenöl, 1 TL Ahornsirup, gehackten Knoblauch, Paprikapulver, ½ TL Kümmel, Salz und Pfeffer verrühren. Kohlscheiben beidseitig großzügig damit bestreichen – besonders die Ränder nicht vergessen.
3. Backen: Scheiben mit etwas Abstand aufs Blech legen und ca. 25 Minuten rösten, nach 15 Minuten wenden. Der Kohl sollte außen goldbraun und knusprig, innen aber noch saftig sein.
4. Haselnüsse: Kleinhacken und in einer Pfanne mit restlichem Kümmel bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten rösten, bis sie duften. Beiseitestellen.
5. Joghurtsauce: Griechischen Joghurt mit 1 EL Olivenöl, Zitronensaft und -abrieb und ggf. frischen Kräutern verrühren, salzen und bis zum Servieren kaltstellen.
Serviervorschlag: Die heißen Kohlsteaks auf Tellern anrichten, mit Joghurtsauce beträufeln und mit den gerösteten Haselnüssen bestreuen. Mit frischem Thymian garnieren – fertig!
Zutaten für 4 Portinonen
Zubereitung
1. Ingwer schälen, Chili/Peperoni entkernen und beides grob hacken. Mit dem Senf und 5 EL Wasser fein pürieren. Zwiebeln in Streifen und den Kohl ganz fein schneiden.
2. Einen Topf mit gesalzenem Wasser für die Nudeln aufsetzen und 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln in der Pfanne goldgelb braten, den Kohl hinzufügen und diesen 5 Minuten unter Rühren dünsten. Die Nudeln nebenbei ins kochende Wasser geben und nach Packungsanweisung kochen.
3. Den fertigen Kohl in eine Schüssel geben, salzen und die Hälfte der Chilipaste dazugeben und vermengen. Die fertigen Nudeln abschütten und mit der restlichen Chilipaste vermengen.
4. In die benutzte Pfanne das restliche Öl geben und die Gewürze darin kurz anrösten. Dann werden sie unter den Kohl gehoben. Beides auf einem Teller anrichten und warm genießen.
Tipp: Als Alternative zu der scharfen Chilipaste kann weniger Chili/Peperoni oder auch milder Senf verwendet werden. Wer gar nicht scharf essen möchte, kann ein milderes Basilikumpesto nehmen.
Zutaten für 4 Portionen
Für die Gemüsebällchen:
Sauce:
Zubereitung
Bällchen: Weißkohl reiben oder fein schneiden, Möhren raspeln, Lauchzwiebeln fein schneiden. Alle Zutaten für die Gemüsebällchen in eine große Schüssel geben und gut miteinander vermischen. Die Hände leicht anfeuchten und kleine runde Bällchen aus der Mischung formen.
Das Öl in einem kleinen Topf erhitzen und die Bällchen darin goldbraun backen.
Pikante Sauce: Zwiebel würfeln. Ingwer, Chili und Knoblauch feinschneiden.
Öl in einer Pfanne erhitzen, Gemüse zugeben und anschwitzen.
Passierte Tomaten, Sojasauce, Ketchup und Essig zugeben und für ca. eine Minute mit anbraten, dann mit Wasser ablöschen und 2-3 Minuten auf mittlere Hitze köcheln lassen.
In einer Schüssel Speisestärke und etwas Wasser zu einer homogenen Masse rühren und anschließend unter Rühren zu der Sauce geben, um zu binden. Mit Salz, Pfeffer und Agavendicksaft bzw. Honig abschmecken. (Vorsicht beim Salz: Sojasauce ist sehr salzig).
Etwas abkühlen lassen, die gebackenen Gemüsebällchen dazugeben, mit frischem Koriander und etwas Zitrone toppen. Dazu passt Reis.
Was ist das eigentlich?
Erstmal eine tolle Möglichkeit, um Lebensmittel haltbar zu machen - ganz ohne Strom, spezielle Zutaten oder große Zauberkünste. Beim Fermentieren sorgen Milchsäurebakterien für einen natürlichen Gärungsprozess, bei dem Kohlenhydrate zersetzt werden, wodurch wiederum Säure entsteht. Diese sorgt nun dafür, dass alle Bakterien abgetötet werden, die das Gemüse hätten verderben können.
Was braucht es?
Gemüse, Salz und ein Behältnis, das Luft raus, aber nicht rein lässt (z.B. Bügelglas mit Gummidichtung)
Das richtige Behältnis ist wichtig, da bei der Fermentation eine anaerobe Gärung stattfinden muss, d.h. unter Ausschluss von Sauerstoff. Andernfalls würde das Gemüse verderben.
Das Fermentiergut sollte immer unter der Fermentierflüssigkeit, der Lake, bleiben. Falls es etwas widerspenstig ist, muss es mit einem Gewicht beschwert werden, damit alles hübsch untergeglugert bleibt.
Für alle, die fermentierten Weißkohl in einer tollen, würzigen Form kosten, aber nicht selbst ansetzen möchten:
Probiert doch mal das Dithmarscher Küsten-Kimchi!