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Willkommen
Liebe Kundinnen und Kunden,
diese Woche haben wir den schönen Enrico für uns gewinnen können. Enrico ist ein aromatischer, glücklicher Kohlrabi, in Italien gewachsen und seines Zeichens Träger des bioverita-Labels. Der schöne Enrico und sein Label sind unser Einstieg in ein wichtiges Thema, an welches sogar eine Aktion gekoppelt ist, an der wir alle teilnehmen können.
Per Gesetz müssen Biobetriebe für ihre Produktion Biosaatgut verwenden. So weit, so klar. Samenfeste, biologisch gezüchtete Sorten kommen bisher aber noch zu selten zum Einsatz. In der Regel handelt es sich um Sorten aus konventioneller Züchtung, die lediglich für eine Generation unter Biobedingungen vermehrt wurden.
Der Verein bioverita zertifiziert neue, samenfeste Gemüse- und Getreidesorten aus biologischer Züchtung und kümmert sich darum, dass diese vermehrt in den Anbau und die Vermarktung kommen. Das bioverita-Label kennzeichnet die Sorten auf allen Stufen der Wertschöpfungskette, von Saatgut über Gemüse und Getreide, bis hin zu verarbeiteten Produkte wie Mehl, Brot oder Saft.
Und Enrico ist nun aus einer solchen biologisch gezüchteten Sorte gewachsen. Er wurde von Anfang an unter biodynamischen Bedingungen kultiviert, damit er optimal an den Bio-Anbau angepasst ist. Er ist nachbaufähig, da samenfest, und kann das konventionelle Saatgut problemlos in die Tasche stecken.
Mehr als ein klitzekleiner Blick auf dieses Thema würde hier den Rahmen sprengen, aber Ihr findet viele hochinteressante Informationen z. B. auf der Seite des saat:gut.e.V. oder bei bioverita zu dessen Mitgliedern auch Barbara Maria und Heinz-Peter von Christiansens Biolandhof (die tollen Möhren in Euren Kisten) und Inde und Bernd des Apfelschiffes (die tollen Äpfel in Euren Kisten) gehören. Es lohnt sich!
Hochaktuell ist das Thema biologische Saatzucht auch in der europäischen Politik, denn die EU möchte dieser Tage eine Gesetzesänderung bezüglich der neuen Gentechnik auf den Weg bringen. Diese Änderung sieht eine weitgehende Deregulierung vor, womit wichtige Errungenschaften wie Risikoprüfung, durchgehende Kennzeichnungspflicht und der Zugang zu Informationen wegfallen würden. Jetzt ist der Moment, den Abgeordneten zu sagen: Das wollen wir nicht! Beteiligt Euch an der Mailaktion und macht Druck bei der EU!
Mehr Informationen dazu findet Ihr in Eurer nächsten Kiste oder unter www.gen-ethisches Netztwerk.de/node/4827.
Viel Freude unter Anderem mit dem Chicorée aus Ausacker, Möhren und Kartoffeln aus Munkbrarup, den Äpfeln aus Hollingstedt, Birnen aus Sommerland bei Itzehoe und den Kohlen, Zwiebeln, Wurzeln und Knollen aus Esperstoftfeld.
Herzliche Grüße
Marie