Regionales Superfood: 
 Unser Kohl in all seinen Varianten 

Vielseitiges Wintergemüse

Früher galten Kohlgerichte noch als "Arme Leute Essen", heute sind die Vitaminbomben aber auch aus der gehobenen Küche nicht mehr wegzudenken. "Kohl und Pinkel" war gestern - wir zeigen Euch, was Ihr mit Eurem Kohl alles so anstellen könnt.
Also auf ins winterliche Gemüseparadies!

Flower Sprout
Eine Kreuzung aus Rosenkohl und Grünkohl. Weniger bitter als Rosenkohl und in nur 5 Minuten gar.
Blumenkohl
Die zarten weißen Röschen begeistern auch Kohlgegner - und das schon seit 250 Jahren. Doch warum ist er so blass?
Brokkoli
Der Gewinner auf der Hitliste der beliebtesten Kohlarten - vielseitig verwendbar und in jeder Form ein Genuss! 
Kohlrabi
oder auch Rübenkohl fällt hier etwas aus der Reihe, aber darf in unserer Kohlgemüseecke natürlich nicht fehlen.
Spitzkohl
Ein enger Verwandter des Weißkohls, aber milder und zarter im Geschmack - und dazu auch noch besser bekömmlich.
Chinakohl
Nicht nur was für Wok-Fans!
Chinakohl ist ein vielseitiges Gemüse, das voller Vitamin C steckt .
Grünkohl
Bei dem Gedanken an ein traditionelles Grünkohl-Essen wird vielen warm ums Herz. Doch Grünkohl kann noch mehr!
Schwarzkohl
Milder und süßer als Grünkohl, aber doch würzig genug, um in vielen Gerichten eine gute Figur zu machen.
Wirsing
Der lockere Krauskopf unter den Kohlsorten. Seine Blätter sind zart und haben ein delikates Aroma.
Weißkohl
Genau das richtige an einem kalten Regentag! Ätherische Öle sorgen für das deftige und typische Kohlaroma.
Rotkohl
Für viele einfach nur eine schöne Beilage zum deftigen Menü, doch der Farbklecks in der Kohlkiste hat noch mehr zu bieten!
Rosenkohl
Klein, aber oho! Die Kohlminis haben es in sich. Die Röschen strotzen vor Vitamin C und sind leicht bekömmlich.

 

Flower Sprout

Der absolute Jungspunt in der Kohlfamilie mit dem hippsten Namen...
2010 feierte er in Groß Britannien Premiere und vor zwei Jahren fand man ihn erstmalig auf Boy Gondesens Acker um die Ecke. Damit waren Boy und seine Gemüsegärtner die ersten, die die neuartige Kreuzung aus Rosen- und Grünkohl (die übrigens auch Kalette genannt wird) in Norddeutschland anbauten.
Geerntet wird von November bis März, während die grünere Sorte "Autumn Star" den Anfang macht und im Januar durch die spätere "Frivole Red" abgelöst wird. Flower Sprouts sehen nicht nur ulkig aus, sondern sind auch deswegen so eine schöne Sache, weil sie weniger bitter sind als der Rosenkohl und eine sehr kurze Garzeit von nur wenigen Minuten haben. Doch was kann man denn Tolles damit kochen? Vieles!
Ihr könnt sie auf jeden Fall einfach ein paar Minuten kochen und im Anschluss mit Butter und Gewürzen verfeinern oder sie in etwas Öl in der Pfanne braten oder sie im heißen Backofen etwa 10 Minuten backen (am besten vorher in einer Schüssel mit Öl und Gewürzen vermengen). Ooooder Ihr könntet dieses mal ausprobieren:
 

Flower Sprout Creme Suppe

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Zubereitung

Die Flower Sprout Röschen waschen und den Strunk abschneiden (er kann aber ruhig in Röschenform bleiben). Die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden.

Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin andünsten.
Dann die Kartoffeln dazugeben und kurz mitbraten. Anschließend mit der Brühe ablöschen und die Flower Sprouts hinzugeben. Bei mittlerer Hitze ca. 25 Minuten köcheln lassen.

Die Sonnenblumenkerne in einer kleinen Pfanne ohne Öl leicht anbräunen. Zum Schluss den Honig hinzugeben.

Wenn das Gemüse gar ist, die Suppe pürieren und die Sahne hinzugeben. Jetzt nur noch mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken, anrichten und mit den Kernen und ggf. kleinen Flower Sprout Röschen garnieren.
 

 

Blumenkohl

Unser Kohltraum in Weiß... Aber wusstet Ihr, dass z.B. unser Markus vom Hof Rabberg ganz schön ackern muss, damit er überhaupt wahr wird?
Ja, ganz genau: Blumenkohl wäre gar nicht so wunderbar weiß, wenn niemand die Hüllblätter über die Köpfe knicken würde, um sie vor dem Sonnenlicht zu schützen. In dem Falle würden sie sich gelblich färben.
Aber zum Glück scheuen unsere Kohlexperten die Mühen nicht und so können wir uns an den weißen Rosen erfreuen, die nicht nur schön aussehen, sondern auch voller guter Inhaltsstoffe stecken. Zudem ist Blumenkohl leicht bekömmlich und beruhigt den Bauch sogar - ganz im Gegensatz zu einigen anderen Kohlsorten.
Auch in rot und violett ist er zu haben und enthält in dieser Form  ganz besonders viel Vitamin A, das gut für Haut und Sehvermögen ist, sowie Flavonoide, die die Körperzellen gegen schädliche freie Radikale schützen. Aber zurück zum Weißen und einem kleinen Rezeptvorschlag:
 

Gebackene Blumenkohl-Nachos

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Zubereitung

Blumenkohl putzen, Strunk entfernen, in Röschen schneiden und waschen. Röschen grob in Scheiben schneiden. Knoblauch fein hacken.
Blumenkohlscheiben In einer Schüssel mit Olivenöl, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Paprikapulver vermengen. Marinierte Blumenkohlscheiben auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Umluft: 180 °C; Gas: Stufe 3) 20 Minuten backen.

Paprika putzen, waschen und in Ringe bzw. Stücke schneiden. Chili putzen und sehr fein schneiden. Zwiebel schälen, halbieren und längs in Streifen schneiden. Tomaten waschen und halbieren. Bohnen abgießen, abspülen und gut abtropfen lassen. Cheddar reiben.

Blumenkohl herausnehmen. Chili, Paprika, Zwiebel, Tomaten, Bohnen und Cheddar auf dem Blumenkohl verteilen, salzen und pfeffern. Im Backofen für weitere 5–7 Minuten backen.

Petersilie waschen, trocken schütteln und hacken. Limetten in Spalten schneiden. Gemüse aus dem Ofen nehmen, mit Petersilie bestreuen und mit Limettenstücken zum Auspressen garniert servieren.

 

Brokkoli

Hmmm... Brokkoli! Das denken heutzutage viele. Dabei wurde der heute kaum wegzudenkende Vetreter vor einigen Jahrzehnten hierzulande noch recht skeptisch beäugt. Denn erstaunlicher Weise kam der richtige Durchbruch in Deutschland erst in den 70er Jahren, in denen er sich von Italien aus auf den Weg in unsere Herzen machte. Heute ist er der absolute Liebling der Kohlfamilie. Er hat aber auch wirklich alles, was man als Kohl so zu bieten haben kann: sieht gut aus, stärkt das Immunsystem, ist sehr gut verträglich, enthält Stoffe, die die Sehkraft stärken, gegen Krebs vorbeugen können, beim Abnehmen helfen und dazu schmeckt er auch noch in der Suppe genau so gut wie auf Pizza.
Welcher Kohl kann das schon von sich behaupten?!
Apropos schmecken... Einfach aber lecker. Probiert mal:
 

Brokkoli-Nudel-Auflauf

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Zutaten

  • 600g Brokkoli
  • 100g Tomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Glas Mais
  • 350g Fusilli
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 150g geriebener Käse
  • 200 ml Schlagsahne
  • 1 EL Butter (für die Form)
  • 4  Eier
  • Muskat
  • Pfeffer
  • Salz

Zubereitung

Den Brokkoli waschen und in Röschen teilen. 500ml Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen, Brokkoli dazugeben und etwa 10 Minuten kochen. Anschließend die Röschen wieder herausnehmen und die Brühe beiseite stellen.

Die Nudeln in reichlich Salzwasser für ca. 8 Minuten al dente kochen, dann in einem Sieb abtropfen lassen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen und eine Auflaufform mit Butter befetten.

Die Tomaten waschen und in kleine Stücke schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Den Mais abtropfen lassen.

Nun die Nudeln, den Brokkoli, die Tomaten und den Mais in die Auflaufform geben.

Die Eier mit der Sahne, dem Salz, Pfeffer und Muskat vermengen und 100 ml Gemüsebrühe hinzufügen. Das Eier-Sahne-Gemisch über die Nudeln und das Gemüse gießen und den Auflauf mit dem Käse bestreuen.

Den Auflauf im vorgeheizten Ofen für etwa 20 Minuten überbacken.
 

 

Kohlrabi

Wir Bewohner des deutschsprachigen Raumes sind quasi DIE Experten in Sachen Kohlrabi. Auf Platz 1, wenn es um die weltweit verspeisten Mengen geht und auch bei der Namensgebung entscheidend. So heißt Kohlrabi auch auf Englisch, in Russland und in vielen anderen Ländern einfach Kohlrabi. Dabei ist die ursprüngliche Heimat der leckeren, milden Knolle gar nicht mit Sicherheit bekannt. Bei uns wurde die Kreuzung aus wildem Kohl und der wilden weißen Rübe 1558 erstmalig erwähnt und hat sich hierzulande nach und nach dann so richtig breit gemacht.
Eine Kohlrabi-Besonderheit: während wir bei allen anderen Kohlarten heiß auf die Blätter oder Blüten sind, geht es hier  um eine oberirdische Verdickung des Pflanzenstiels. Ob roh als kleiner Snack zwischendurch oder gekocht - Kohlrabi ist ein Allrounder in der Küche, hält uns gesund und ist leicht bekömmlich.
 

Kohlrabigemüse mit Möhren und Kartoffeln

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Zutaten

  • 1 kg Kohlrabi - je nach Größe ca. 4 Stück
  • 500g festkochende Kartoffeln
  • 300 g Möhren
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 200g Kräuterfrischkäse 
  • 2 EL Speisestärke
  • 2 EL Wasser
  • etwas Zitronensaft
  • Muskat
  • Pfeffer
  • Salz

Zubereitung

Kohlrabi schälen und in ca. 0,5 cm dicke Stifte schneiden. Kartoffeln schälen und in 1,5 cm kleine Würfel schneiden. Die Möhren schälen und in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden.

500 ml Gemüsebrühe in einem großen Topf zum kochen bringen das Gemüse hineingeben. Mit Salz würzen und abgedeckt etwa 20 Minuten köcheln lassen.

2 EL Speisestärke und 2 EL Wasser glattrühren und gegen Ende der Garzeit unter das Gemüse mischen. 1-2 Minuten weiter köcheln lassen, bis die Soße gebunden ist.

Zum Schluss den Kräuterfrischkäse unterrühren und mit Salz, Pfeffer, Muskat und 1-2 Spritzer Zitronensaft abschmecken.

 

Spitzkohl

Der Saisonstart dieses eher milden Kohlvertreters liegt schon etwas zurück einige von Euch hatte im Laufe der letzten Monate schon mal den ein oder anderen Spitzkohl in seiner Kiste. Aber was zeichnet Spitzkohl eigentlich aus?
Spitzkohl ist eng mit dem Weißkohl verwandt, jedoch ist er milder, leichter und hat eine feinere Struktur. Ein bisschen schmeckt er nach Wirsing, ein bisschen nach Blumenkohl und dazu hat er eine ganz leichte Nussnote. Zudem ist er seeehr gesund und durch seinen ausgesprochen niedrigen Kalorien- und Fettgehalt und den hohen Anteil an Vitamin C (bereits 200g Spitzkohl decken fast den gesamten Tagesbedarf) - eine Wohltat für unseren Organismus. 

... er stärkt mit seinem hohen Zink- und Vitaminanteil das Immunsystem
... er kann (dank des enthaltenen Methylmethionins) Studien zufolge Magen- und Darmgeschwüren vorbeugen
... er macht satt und hat wenig Kalorien, ist also genau das Richtige für figurbewusste Genießer
 

Einfach & lecker

Spitzkohl aus dem Ofen

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Zubereitung

Den Kohlkopf waschen, trocknen und der Länge nach in 4 - 6 gleich große Teile schneiden (je nach Größe). Strunk herausschneiden.

Die Kohlstücke mit den Schnittflächen nach oben auslegen und leicht salzen. Für min. 30 Minuten liegen lassen, damit er noch milder und weicher wird.

Backofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze bzw. 200 Grad Umluft vorheizen.
Eine Form wählen, die sich abdecken lässt, diese leicht einfetten und Spitzkohlstücke hineinlegen. Mit Gewürzmischung der Wahl und Pfeffer würzen und abgedeckt 20 Minuten im Ofen backen. 

In der Zwischenzeit Käse reiben und mit der Sahne vermengen.
Form aus dem Ofen nehmen, die Sahne mit einem Löffel über den Kohlstücken verteilen und anschließend weitere 20 Minuten backen.

 

Chinakohl

Zart, dezent, knackig, frisch - das sind die Worte, die uns bei Chinakohl als erstes einfallen. Also absolut auch etwas für die Kohlmuffel unter Euch! :)
Chinakohl ist ein vielseitiges Gemüse, das Ihr Euch roh als Salat oder kurz gegart (es genügen meist 5-7 Minuten Garzeit) schmecken lassen könnt. 
Besonders gesund ist er auch noch, der "Zahn des weißen Drachens", wie er in seinem Herkunftsland genannt wird. Jede Menge Mineralstoffe und Vitamine (vor allem Vitamin C und K, Kalium, Calcium und Folsäure) stecken drin und sorgen dafür, dass die Abwehrkräfte gestärkt werden und wir fit bleiben.
Auch bei der Verarbeitung punktet er: Chinakohl ist praktisch topffertig. Er hat keinen harten Strunk, sodass nur die Außenblätter entfernt werden. müssen. 
 Chinakohl ist natürlich auch als Wok-Gemüse sehr lecker, aber es gibt auch zahlreiche andere Verwendungsmöglichkeiten!
Hier ist eine davon:

 

Chinakohl-Rösti mit Roter Bete

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Zutaten

Zubereitung

Kartoffeln schälen, waschen und fein raspeln. Chinakohl putzen und in feine Streifen schneiden. Knackige Streifen vom Strunkende beiseite stellen, den Rest mit den Kartoffelraspeln mischen. Zwiebel schälen, fein hacken und zufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Eiern vermengen. Etwa 2 EL Öl in der Pfanne erhitzen nach und nach etwa 12 kleine Rösti von jeder Seite ca. 5 Minuten knusprig braten, fertig gebratene Rösti nach Belieben warm stellen.

Für den Dip Meerrettich raspeln und anschließend mit Schmand und etwas Milch verrühren, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Rote Bete gut putzen und mit Schale 20-30 Minuten kochen (je nach Größe). Schälen und in Scheiben oder Streifen schneiden. 3 EL des Kochwassers mit Essig, 1EL Öl, Salz und Pfeffer zu einer Marinade verrühren. Mit Roter Bete und beiseite gestellten Chinakohlstreifen mischen. Beides zu den Rösti servieren, mit Schnittlauch bestreuen.

 

Grünkohl

Das gute, alte, traditionelle Grünkohlessen, das hierzulande so gern zelebriert wird und so manchem ein sehr wohliger Gedanke ist, ist für andere so gar nichts.
Dabei kann Grünkohl viel mehr als nur Seite an Seite mit süßen Kartoffeln und Kochwurst auf dem Teller verweilen. Wusstet Ihr, dass Ihr Grünkohl z.B. auch roh essen könnt?
Roh lässt er sich zu unterschiedlichsten Gerichten kombinieren, als Salatbeilage verwenden oder auch zu einem leckeren Smoothie oder Chips verarbeiten.
Wegen seiner vielen Nährstoffe und Vitamine gilt er als Superfood. Besonders reich ist er an Vitamin C, Calcium und Magnesium. So ist er in Sachen Gesundheit ein echter Allrounder:

... die große Portion Vitamin A und das Lutein sind gut für die Augen
... mit seinem Kalium-Gehalt liegt Grünkohl vorn und sorgt so für eine sanfte Entwässerung
... er fördert durch seinen hohen Eisengehalt die Blutbildung
... und stärkt mit der Kombi aus Calcium und Phosphor die Knochen und Zähne

Da alle tollen Inhaltsstoffe im rohen Zustand erhalten bleiben, hier mal ein Beispiel für eine ausgefallene Salat-Variation:
 


Grünkohl-Salat mit Süßkartoffeln und Sesammus

Zutaten

Für das Dressing:

Zubereitung

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Süßkartoffeln in Scheiben schneiden (2 cm dick) und halbieren. Backblech mit Backpapier auslegen, Süßkartoffeln in Olivenöl wälzen und gleichmäßig auf dem Blech verteilen. Mit etwas Salz würzen und im Ofen rösten, bis sie anfangen braun zu werden (ca. 20-25 Minuten).

Avocado in Würfel schneiden, Zwiebel halbieren und in dünne Scheiben schneiden.

Nun eine kleine Grünkohlmassage... ja!
Zunächst den Kohl gründlich waschen und trockenschütteln. Blätter in Streifen schneiden, so dass der Stil in der Mitte übrig bleibt (kann weg). Die Streifen in eine Schüssel geben, etwas Olivenöl und eine Prise Salz darüber geben (optional auch noch einen Spritzer Zitronensaft). Mit den Fingern die Blätter massieren bis sie weich und etwas kleiner werden (ca. 2-5 Minuten). Die Blätter bekommen dann auch ein schönes leuchtendes Grün. Dann zur Seite stellen.

Die Kürbis-Kerne in einer trockenen Pfanne auf mittlerer Stufe rösten bis sie gut duften und anfangen zu springen. Dann zur Seite stellen.

Für das Dressig Knoblauch schälen und pressen und mit restlichen Dressing-Zutaten in einer kleinen Schüssel gut vermischen.

Das Dressing über den Kohl geben und gut vermischen. Dann die gerösteten Süßkartoffeln, die Avocado-Stücke, rote Zwiebeln, Kürbis- und Granatapfel-Kerne dazugeben und servieren.

 

Schwarzkohl

Schwarz- und Grünkohl wirken für viele wie die Geschwister unter den Kohlsorten, jedoch stimmt dies nicht ganz. Eine Enge Verwandtschaft gibt es, jedoch ist der Schwarzkohl der ältere und somit ein Vorfahr von Grün- und Rosenkohl. Schon die alten Römer haben die großen Blätter vernascht - nicht zuletzt deshalb nennt man ihn auch italienischen oder toskanischen Kohl. Ob die Römer auch wussten, was alles drin steckt, ist fraglich, aber auf jeden Fall hatten sie einen guten Riecher in Sachen "gesunde Ernährung".
Schwarzkohl steckt voller Proteine, Eisen und Ballaststoffe. Zudem besticht er durch eine gute Aminosäuren-Zusammensetzung, die vergleichbar mit der von Fleisch ist. Dazu gesellen sich viele Vitamine und Mineralstoffe, wie Vitamin A und C, Calcium, Kalium und Eisen.
Besonders ist beim Schwarzkohl auch die Wuchshöhe - bis zu 3 Meter hoch kann die Pflanze werden.

Aber genug Eckdaten, ran an den Kohl!
Wenn er schon "italienischer Kohl" genannt wird, wollen wir Euch auch ein entsprechendes Rezept empfehlen...


mmm... Cavolo Italiano!

Spaghetti mit Schwarzkohl

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Zutaten

Zubereitung

Schwarzkohl waschen, dicke Mittelrippen herausschneiden und die Blätter in fingerbreite Streifen schneiden. Knoblauch schälen, in Scheiben schneiden und mit Kohl, Thymian und ca. 200 ml Wasser in einen Topf mit Deckel geben. Salzen, mit Olivenöl beträufeln und 5 Min. dünsten, bis fast keine Flüssigkeit mehr da ist. Deckel drauf und beiseite stellen.

Die Spaghetti in 2 Liter Salzwasser kochen (etwa 2 Min. kürzer als auf der Packung angegeben). Währenddessen den Käse reiben.

Pfefferkörner mörsern, die Hälfte davon in einer großen Pfanne rösten, bis er duftet. Mit 2 Kellen Nudelwasser (ca. 100 ml) ablöschen. Die Spaghetti aus dem Wasser heben, zum Pfeffer geben, und noch 2-3 Kellen Kochwasser zugeben. Die Pasta bei mittlerer Hitze unter wenden fertig kochen, bis sich eine glatte Stärkecreme um die Nudeln bildet. Die Pasta soll dabei nie trocken werden, ggf. mit Nudelwasser nachjustieren.

Zwischendurch die Hälfte vom Käse mit einer Kelle Nudelwasser glattrühren. Wenn die Masse cremig ist, restlichen Käse zugeben und wieder glatt rühren. Kurz bevor die Spaghetti perfekt gekocht sind die Pfanne vom Herd nehmen (dafür den Schwarzkohl auf die heiße Platte) und die Käsecreme zur Pasta geben. Untermischen, bis alles von einer cremigen Schicht überzogen ist – falls die Pasta zu trocken ist noch ein wenig mehr Nudelwasser zugeben.
Den Schwarzkohl untermischen, auf Teller verteilen und mit dem restlichen Pfeffer bestreut sofort servieren.
 

 

Wirsingkohl

Voller Vitamine steckt auch unser wilder Krauskopf. Die Vitamine A, D und E sind reichlich enthalten und zudem liefert er uns Kalium, Folsäure, Eisen und wertvolle Senföle, die vor Viren und Bakterien schützen. Schon 200g Wirsing decken unseren Tagesbedarf an Vitamin C und sein hoher Chlorophyll-Gehalt wirkt sich positiv auf die Blutbildung, den Magnesiumhaushalt und Wundheilung aus. Also eine gute Wahl für den Speiseplan - nicht nur an kalten Tagen.
Nachdem Wirsing, wie andere Kohlsorten, vor noch nicht allzu langer Zeit als Arme-Leute-Essen verpönt war, hat er heutzutage sogar Einzug in die Sterneküche gehalten. Seine Blätter sind zarter und das Aroma feiner und dezenter als bei z.B. Weiß- oder Rotkohl.

Alle, die keine Sterneköche sind, aber trotzdem Wirsing mampfen möchten, können es zum Beispiel machen wie die Iren:
 


Irischer Kohl-Kartoffel-Topf

Zubereitung

Die Kartoffeln vierteln und in kochendem Salzwasser ca. 30 Minuten garen. Abgießen, mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken und ausdampfen lassen. Den Kohl waschen, putzen und in Streifen schneiden. Dann für ca. 10 Minuten in Salzwasser kochen, mit der Schaumkelle herausnehmen und abtropfen lassen.
Die Lauchzwiebeln putzen, waschen, trocknen und in Ringe schneiden.

Die Hälfte der Butter in einem großen Topf schmelzen, den Kohl und die Frühlingszwiebeln dazugeben und unter Rühren glasig dünsten. Die Kohlmischung mit dem Kartoffelbrei und der restlichen Butter vermengen. Warme Milch hinzugeben, bis die Konsistenz cremig ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und in Schälchen angerichtet servieren.

 

Weißkohl

Jetzt wird's deftig! Weißkohl ist neben Kohlrabi die am häufigsten gekaufte Kohlart Deutschlands. Das größte Anbaugebiet Europas liegt zwar in Dithmarschen, aber auch auf den Feldern hier um die Ecke fühlt er sich sichtlich wohl. Ob als Sauerkraut, in Rouladenform oder als Grundlage für deftige Eintöpfe - für viele gehört der kompakte Kohlkopf zu der kalten Jahreszeit dazu. Und das ist auch gut so! Denn Weißkohl bringt uns mit seinen Inhaltsstoffen fit und munter durch die Erkältungssaison - Zink und Vitamin C stärken die Abwehrkräfte und die sogenannten "Radikalenfänger" wie Bioflavonoide, Chlorophyll, Indole und Phenole stärken unsere Zellen.
Richtig gelagert hält sich Weißkohl im Ganzen mehrere Wochen. Am besten geeignet ist dazu ein kühler Keller, aber das Gemüsefach des Kühlschranks tut es auch. In ein feuchtes Tuch gewickelt, lässt sich auch bereits angeschnittener Weißkohl eine Weile aufbewahren.
Kochen solltet Ihr ihn (anders als früher üblich) am besten nicht stundenlang, sondern nur so lang wie nötig - so bleiben die wichtigen Inhaltsstoffe am besten erhalten.
Um die... sagen wir... "unangenehmen Seiteneffekte", die man Kohl nachsagt, zu minimieren, empfiehlt es sich mit Koriander, Kümmel, Kardamom oder Ingwer zu würzen.


Weißkohl mal anders!

Flammkuchen mit Weißkohl und Walnüssen

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Zutaten für 2 Bleche

Zubereitung

Weißkohl putzen, waschen und in dünne Streifen hobeln. Walnüsse grob hacken.
Das Sauerkraut in einem Sieb abtropfen lassen und klein schneiden. In einer großen Schüssel mit dem Weißkohl und 2 EL Öl mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Backofen auf 200 °C (Umluft: 180 °C) vorheizen.
Quark, Mehl, Backpulver, restliches 3 EL Öl und etwas Salz in eine weitere große Schüssel geben. 3 EL Wasser zufügen und mit den Knethaken eines Handmixers zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in 2 Hälften teilen, Backpapier in Blechgröße auf die Arbeitsfläche legen und den ersten Teigteil sehr dünn auf dem Papier ausrollen. Dann auf ein Backblech ziehen.

Mit der Hälfte des Frischkäses bestreichen, jeweils die Hälfte der Weißkohl-Sauerkraut-Mischung und der Walnüsse darauf verteilen. Im Backofen auf der untersten Schiene ca. 10 Minuten backen. Herausnehmen und aus den restlichen Zutaten auf dieselbe Weise einen 2. Flammkuchen backen.

 

Rotkohl

Blaukraut bleibt Blaukraut, Blautkreid bleibt... ach - einfach DER Klassiker zu vielen winterlichen Gerichten. Doch er macht sich nicht nur als Beilage sehr gut, sondern kann auch ausgefallener daherkommen. Frischer Rotkohl - roh oder kurz gegart - enthält im Gegensatz zu der Variante aus dem Glas wunderbare Vitalstoffe, die eine Wohltat für unseren Organismus sind. Lange gegart jedoch geht z.B. der sehr hohe Vitamin C-Gehalt fast komplett flöten. Klingt komisch, aber Rotkohl kann sogar die Stimmung heben! Zu verdanken haben wir das dem Pflanzenfarbstoff Anthocyan, der in Rotkohl gut vertreten ist. Zudem enthält er bis zu 400% (!) der empfohlenen Tagesdosis an Vitamin K, dazu noch viel Magnesium und Kalium. Durch die Ballaststoffe hält er lang satt und hilft einer müden Verdauung auf die Sprünge.

Falls Ihr ihn aus seinem Schattendasein als Beilage befreien wollt, hier eine mögliche Variante:


Rotkohlsteaks mit Ziegenkäse

Zutaten

Zubereitung

Backofen auf 180°C vorheizen.
Rotkohl putzen und in daumendicke Scheiben schneiden. Räuchertofu in kleine Miniwürfel schneiden. Ziegenkäse in Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken.
Die Rotkohlscheiben auf ein Backblech mit Backpapier geben, mit Öl bestreichen, etwas salzen und 10-15 Minuten backen. Im Anschluss Temperatur auf 160°C senken (statt vorzubacken, kann der Kohl auch kurz blanchiert werden).
3 EL Öl in eine kleine Schüssel geben. Den Saft einer kleinen Zitrone und Knoblauch zugeben und verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Knoblauch-Öl-Mix über die Steaks geben und weitere 20 Min. backen.

Aus dem Ofen nehmen und Ziegenkäse auf den Rotkohlsteaks verteilen. Ahornsirup darüber träufeln und weitere 5 Minuten backen, bis der Ziegenkäse leicht bräunlich wird.

Währenddessen Tofuwürfel mit etwas Öl scharf anbraten, mit Pfeffer und Salz würzen und mit etwas Zitronensaft ablöschen. Koriander grob hacken. Rotkohlsteaks mit Tofuwürfeln und Koriander servieren. Guten Appetit!

 

Rosenkohl

Kleine Vitaminbomben! Obwohl er so klein ist, steckt in ihm teilweise sogar mehr als in seinen größeren Kollegen. Vitamin C zum Beispiel! Ja, Rosenkohl hat mit 112 Milligramm pro 100 Gramm einen noch höheren Vitamin C-Gehalt als Grünkohl oder Brokkoli, die somit in dieser Angelegenheit nur auf Platz 2 und 3 der Kohlhitliste landen.
Obwohl er hierzulande erst seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt ist, ist er aus der winterlichen Küche nicht mehr wegzudenken. Sein feiner, aber doch deutlicher Kohlgeschmack, sowie die nahezu cremige Konsistenz machen ihn zu einer beliebten Kohlart.
Wer es bei Kohl magentechnisch eher schwer hat, hat bei Rosenkohl meist nichts zu befürchten. Durch seine Beschaffenheit ist er sehr bekömmlich und das Magenkneifen bleibt aus - sogar ganz im Gegenteil: die Bitterstoffe können eine gereizte Magenschleimhaut beruhigen.

Nun aber von der Theorie zur Praxis. Hier eine Rezeptidee für Euch:

 

Rosenkohlauflauf mit Kartoffelkruste

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Zutaten

Zubereitung

Rosenkohl putzen. Zwiebel schälen, fein würfeln und in heißem Öl andünsten. Kohl zufügen und kurz mitdünsten. Mit 200 ml Wasser ablöschen, aufkochen. Brühe einrühren und alles zugedeckt ca. 10 Minuten garen.

Kartoffeln schälen, waschen und grob raspeln. Rosenkohl samt Brühe in eine ofenfeste Form füllen. Geraspelte Kartoffeln darüber verteilen. Sahne mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und gleichmäßig über den Kohl gießen.

Den Auflauf im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Umluft 175 °C) 40-45 Minuten backen. Herausnehmen und nach Belieben mit Nussblättchen und Majoran garnieren.


Kohl, Kohl, Kohl!


Wir freuen uns auf eine wunderbare Kohlsaison mit Euch!

Lasst ihn Euch schmecken!