Wir starten mit Freude in den Herbst: 
Die Kohlsaison beginnt! 

Heimisches Superfood

Nachdem Ihr Spitzkohl schon länger bei uns bekommt, könnt Ihr Euch nun auch Grün- und Schwarzkohl vom Hof Rabberg oder Rot- und Weißkohl in Eure Kisten packen. Früher galten Kohlgerichte noch als "Arme Leute Essen", heute sind die Vitaminbomben aber auch aus der gehobenen Küche nicht mehr wegzudenken. "Kohl und Pinkel" war gestern - wir zeigen Euch, was Ihr mit Eurem Kohl alles so anstellen könnt.
Also auf ins herbstliche Gemüseparadies!

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Spitzkohl
Ein enger Verwandter des Weißkohls, aber milder und zarter im Geschmack - und dazu auch noch besser bekömmlich.
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Chinakohl
Nicht nur was für Wok-Fans!
Chinakohl ist ein vielseitiges Gemüse, das voller Vitamin C steckt .
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Grünkohl
Bei dem Gedanken an ein traditionelles Grünkohl-Essen wird vielen warm ums Herz. Doch Grünkohl kann noch mehr!
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Schwarzkohl
Milder und süßer als Grünkohl, aber doch würzig genug, um in vielen Gerichten eine gute Figur zu machen.
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Wirsing
Der lockere Krauskopf unter den Kohlsorten. Seine Blätter sind zart und haben ein delikates Aroma.
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Weißkohl
Genau das richtige an einem kalten Regentag! Ätherische Öle sorgen für das deftige und typische Kohlaroma.
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Rotkohl
Für viele einfach nur eine schöne Beilage zum deftigen Menü, doch der Farbklecks in der Kohlkiste hat noch mehr zu bieten!
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Rosenkohl
Haben wir noch nicht für Euch, aber die Kohlminis dürfen in der Liste natürlich trotzdem nicht fehlen!

 

Spitzkohl

Wie auch im Jahr, macht der Spitzkohl den Anfang. Der Saisonstart dieses milderen Kohlvertreters liegt schon etwas zurück und der ein oder andere von Euch hatte in den letzten Wochen schon mal Spitzkohl aus Rügge in seiner Kiste. Aber was zeichnet Spitzkohl eigentlich aus?
Spitzkohl ist eng mit dem Weißkohl verwandt, jedoch ist er milder, leichter und hat eine feinere Struktur. Ein bisschen schmeckt er nach Wirsing, ein bisschen nach Blumenkohl und dazu hat er eine ganz leichte Nussnote. Zudem ist er seeehr gesund und durch seinen ausgesprochen niedrigen Kalorien- und Fettgehalt und den hohen Anteil an Vitamin C (bereits 200g Spitzkohl decken fast den gesamten Tagesbedarf) eine Wohltat für unseren Organismus. 

... er stärkt mit seinem hohen Zink- und Vitaminanteil das Immunsystem
... er kann (dank des enthaltenen Methylmethionins) Studien zufolge Magen- und Darmgeschwüren vorbeugen
... er macht satt und hat wenig Kalorien, ist also genau das Richtige für figurbewusste Genießer
 

Einfach & lecker

Spitzkohl aus dem Ofen

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Zubereitung

Den Kohlkopf waschen, trocknen und der Länge nach in 4 - 6 gleich große Teile schneiden (je nach Größe). Strunk herausschneiden.

Die Kohlstücke mit den Schnittflächen nach oben auslegen und leicht salzen. Für min. 30 Minuten liegen lassen, damit er noch milder und weicher wird.

Backofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze bzw. 200 Grad Umluft vorheizen.
Eine Form wählen, die sich abdecken lässt, diese leicht einfetten und Spitzkohlstücke hineinlegen. Mit Gewürzmischung der Wahl und Pfeffer würzen und abgedeckt 20 Minuten im Ofen backen. 

In der Zwischenzeit Käse reiben und mit der Sahne vermengen.
Form aus dem Ofen nehmen, die Sahne mit einem Löffel über den Kohlstücken verteilen und anschließend weitere 20 Minuten backen.

 

Chinakohl

Zart, dezent, knackig, frisch - das sind die Worte, die uns bei Chinakohl als erstes einfallen. Also absolut auch etwas für die Kohlmuffel unter Euch! :)
Chinakohl ist ein vielseitiges Gemüse, das Ihr Euch roh als Salat oder kurz gegart (es genügen meist 5-7 Minuten Garzeit) schmecken lassen könnt. 
Besonders gesund ist er auch noch, der "Zahn des weißen Drachens", wie er in seinem Herkunftsland genannt wird. Jede Menge Mineralstoffe und Vitamine (vor allem Vitamin C und K, Kalium, Calcium und Folsäure) stecken drin und sorgen dafür, dass die Abwehrkräfte gestärkt werden und wir fit bleiben.
Auch bei der Verarbeitung punktet er: Chinakohl ist praktisch topffertig. Er hat keinen harten Strunk, sodass nur die Außenblätter entfernt werden. müssen. 
 Chinakohl ist natürlich auch als Wok-Gemüse sehr lecker, aber es gibt auch zahlreiche andere Verwendungsmöglichkeiten!
Hier ist eine davon:

 

Wie wär's mal mit

Chinakohl-Rösti mit Roter Bete?

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Zutaten

Zubereitung

Kartoffeln schälen, waschen und fein raspeln. Chinakohl putzen und in feine Streifen schneiden. Knackige Streifen vom Strunkende beiseite stellen, den Rest mit den Kartoffelraspeln mischen. Zwiebel schälen, fein hacken und zufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Eiern vermengen. Etwa 2 EL Öl in der Pfanne erhitzen nach und nach etwa 12 kleine Rösti von jeder Seite ca. 5 Minuten knusprig braten, fertig gebratene Rösti nach Belieben warm stellen.

Für den Dip Meerrettich raspeln und anschließend mit Schmand und etwas Milch verrühren, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Rote Bete gut putzen und mit Schale 20-30 Minuten kochen (je nach Größe). Schälen und in Scheiben oder Streifen schneiden. 3 EL des Kochwassers mit Essig, 1EL Öl, Salz und Pfeffer zu einer Marinade verrühren. Mit Roter Bete und beiseite gestellten Chinakohlstreifen mischen. Beides zu den Rösti servieren, mit Schnittlauch bestreuen.

 

Grünkohl

Das gute, alte, traditionelle Grünkohlessen, das hierzulande so gern zelebriert wird und so manchem ein sehr wohliger Gedanke ist, ist für andere so gar nichts.
Dabei kann Grünkohl viel mehr als nur Seite an Seite mit süßen Kartoffeln und Kochwurst auf dem Teller verweilen. Wusstet Ihr, dass Ihr Grünkohl z.B. auch roh essen könnt?
Roh lässt er sich zu unterschiedlichsten Gerichten kombinieren, als Salatbeilage verwenden oder auch zu einem leckeren Smoothie oder Chips verarbeiten.
Wegen seiner vielen Nährstoffe und Vitamine gilt er als Superfood. Besonders reich ist er an Vitamin C, Calcium und Magnesium. So ist er in Sachen Gesundheit ein echter Allrounder:

... die große Portion Vitamin A und das Lutein sind gut für die Augen
... mit seinem Kalium-Gehalt liegt Grünkohl vorn und sorgt so für eine sanfte Entwässerung
... er fördert durch seinen hohen Eisengehalt die Blutbildung
... und stärkt mit der Kombi aus Calcium und Phosphor die Knochen und Zähne

Da alle tollen Inhaltsstoffe im rohen Zustand erhalten bleiben, hier mal ein Beispiel für eine ausgefallene Salat-Variation:
 


Grünkohl-Salat mit Süßkartoffeln und Sesammus

Zutaten

Für das Dressing:

Zubereitung

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Süßkartoffeln in Scheiben schneiden (2 cm dick) und halbieren. Backblech mit Backpapier auslegen, Süßkartoffeln in Olivenöl wälzen und gleichmäßig auf dem Blech verteilen. Mit etwas Salz würzen und im Ofen rösten, bis sie anfangen braun zu werden (ca. 20-25 Minuten).

Avocado in Würfel schneiden, Zwiebel halbieren und in dünne Scheiben schneiden.

Nun eine kleine Grünkohlmassage... ja!
Zunächst den Kohl gründlich waschen und trockenschütteln. Blätter in Streifen schneiden, so dass der Stil in der Mitte übrig bleibt (kann weg). Die Streifen in eine Schüssel geben, etwas Olivenöl und eine Prise Salz darüber geben (optional auch noch einen Spritzer Zitronensaft). Mit den Fingern die Blätter massieren bis sie weich und etwas kleiner werden (ca. 2-5 Minuten). Die Blätter bekommen dann auch ein schönes leuchtendes Grün. Dann zur Seite stellen.

Die Kürbis-Kerne in einer trockenen Pfanne auf mittlerer Stufe rösten bis sie gut duften und anfangen zu springen. Dann zur Seite stellen.

Für das Dressig Knoblauch schälen und pressen und mit restlichen Dressing-Zutaten in einer kleinen Schüssel gut vermischen.

Das Dressing über den Kohl geben und gut vermischen. Dann die gerösteten Süßkartoffeln, die Avocado-Stücke, rote Zwiebeln, Kürbis- und Granatapfel-Kerne dazugeben und servieren.

 

Schwarzkohl

Schwarz- und Grünkohl wirken für viele wie die Geschwister unter den Kohlsorten, jedoch stimmt dies nicht ganz. Eine Enge Verwandtschaft gibt es, jedoch ist der Schwarzkohl der ältere und somit ein Vorfahr von Grün- und Rosenkohl. Schon die alten Römer haben die großen Blätter vernascht - nicht zuletzt deshalb nennt man ihn auch italienischen oder toskanischen Kohl. Ob die Römer auch wussten, was alles drin steckt, ist fraglich, aber auf jeden Fall hatten sie einen guten Riecher in Sachen "gesunde Ernährung".
Schwarzkohl steckt voller Proteine, Eisen und Ballaststoffe. Zudem besticht er durch eine gute Aminosäuren-Zusammensetzung, die vergleichbar mit der von Fleisch ist. Dazu gesellen sich viele Vitamine und Mineralstoffe, wie Vitamin A und C, Calcium, Kalium und Eisen.
Besonders ist beim Schwarzkohl auch die Wuchshöhe - bis zu 3 Meter hoch kann die Pflanze werden.

Aber genug Eckdaten, ran an den Kohl!
Wenn er schon "italienischer Kohl" genannt wird, wollen wir Euch auch ein entsprechendes Rezept empfehlen...


mmm... Cavolo Italiano!

Spaghetti mit Schwarzkohl

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Zutaten

Zubereitung

Schwarzkohl waschen, dicke Mittelrippen herausschneiden und die Blätter in fingerbreite Streifen schneiden. Knoblauch schälen, in Scheiben schneiden und mit Kohl, Thymian und ca. 200 ml Wasser in einen Topf mit Deckel geben. Salzen, mit Olivenöl beträufeln und 5 Min. dünsten, bis fast keine Flüssigkeit mehr da ist. Deckel drauf und beiseite stellen.

Die Spaghetti in 2 Liter Salzwasser kochen (etwa 2 Min. kürzer als auf der Packung angegeben). Währenddessen den Käse reiben.

Pfefferkörner mörsern, die Hälfte davon in einer großen Pfanne rösten, bis er duftet. Mit 2 Kellen Nudelwasser (ca. 100 ml) ablöschen. Die Spaghetti aus dem Wasser heben, zum Pfeffer geben, und noch 2-3 Kellen Kochwasser zugeben. Die Pasta bei mittlerer Hitze unter wenden fertig kochen, bis sich eine glatte Stärkecreme um die Nudeln bildet. Die Pasta soll dabei nie trocken werden, ggf. mit Nudelwasser nachjustieren.

Zwischendurch die Hälfte vom Käse mit einer Kelle Nudelwasser glattrühren. Wenn die Masse cremig ist, restlichen Käse zugeben und wieder glatt rühren. Kurz bevor die Spaghetti perfekt gekocht sind die Pfanne vom Herd nehmen (dafür den Schwarzkohl auf die heiße Platte) und die Käsecreme zur Pasta geben. Untermischen, bis alles von einer cremigen Schicht überzogen ist – falls die Pasta zu trocken ist noch ein wenig mehr Nudelwasser zugeben.
Den Schwarzkohl untermischen, auf Teller verteilen und mit dem restlichen Pfeffer bestreut sofort servieren.
 

 

Wirsingkohl

Voller Vitamine steckt er, unser wilder Krauskopf. Die Vitamine A, D und E sind reichlich enthalten und auch liefert er uns Kalium, Folsäure, Eisen und wertvolle Senföle, die vor Viren und Bakterien schützen. Schon 200 g Wirsing decken unseren Tagesbedarf an Vitamin C und sein hoher Chlorophyll-Gehalt wirkt sich positiv auf die Blutbildung, den Magnesiumhaushalt und Wundheilung aus. Also eine gute Wahl für den Speiseplan - nicht nur an kalten Tagen.
Nachdem Wirsing, wie andere Kohlsorten, vor noch nicht allzu langer Zeit als Arme-Leute-Essen verpönt war, hat er heutzutage sogar Einzug in die Sterneküche gehalten. Seine Blätter sind zarter und das Aroma feiner und dezenter als bei z.B. Weiß- oder Rotkohl.

Alle, die keine Sterneköche sind, aber trotzdem Wirsing mampfen möchten, können es zum Beispiel machen wie die Iren:
 


Irischer Kohl-Kartoffel-Topf

Zubereitung

Die Kartoffeln vierteln und in kochendem Salzwasser ca. 30 Minuten garen. Abgießen, mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken und ausdampfen lassen. Den Kohl waschen, putzen und in Streifen schneiden. Dann für ca. 10 Minuten in Salzwasser kochen, mit der Schaumkelle herausnehmen und abtropfen lassen.
Die Lauchzwiebeln putzen, waschen, trocknen und in Ringe schneiden.

Die Hälfte der Butter in einem großen Topf schmelzen, den Kohl und die Frühlingszwiebeln dazugeben und unter Rühren glasig dünsten. Die Kohlmischung mit dem Kartoffelbrei und der restlichen Butter vermengen. Warme Milch hinzugeben, bis die Konsistenz cremig ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und in Schälchen angerichtet servieren.

 

Weißkohl

Jetzt wird's deftig! Weißkohl ist die am häufigsten gekaufte Kohlart Deutschlands. Das größte Anbaugebiet Europas liegt zwar in Dithmarschen, aber auch auf den Feldern hier um die Ecke fühlt er sich sichtlich wohl. Ob als Sauerkraut, in Rouladenform oder als Grundlage für deftige Eintöpfe - für viele gehört der kompakte Kohlkopf zu der kalten Jahreszeit dazu. Und das ist auch gut so! Denn Weißkohl bringt uns mit seinen Inhaltsstoffen fit und munter durch die Erkältungssaison - Zink und Vitamin C stärken die Abwehrkräfte und die sogenannten "Radikalenfänger" wie Bioflavonoide, Chlorophyll, Indole und Phenole stärken unsere Zellen.
Richtig gelagert hält sich Weißkohl im Ganzen mehrere Wochen. Am besten geeignet ist dazu ein kühler Keller, aber das Gemüsefach des Kühlschranks tut es auch. In ein feuchtes Tuch gewickelt, lässt sich auch bereits angeschnittener Weißkohl eine Weile aufbewahren.
Kochen solltet Ihr ihn (anders als früher üblich) am besten nicht stundenlang, sondern nur so lang wie nötig - so bleiben die wichtigen Inhaltsstoffe am besten erhalten.
Um die... sagen wir... "unangenehmen Seiteneffekte", die man Kohl nachsagt, zu minimieren, empfiehlt es sich mit Koriander, Kümmel, Kardamom oder Ingwer zu würzen.


Weißkohl mal anders!

Flammkuchen mit Weißkohl und Walnüssen

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Zutaten für 2 Bleche

Zubereitung

Weißkohl putzen, waschen und in dünne Streifen hobeln. Walnüsse grob hacken.
Das Sauerkraut in einem Sieb abtropfen lassen und klein schneiden. In einer großen Schüssel mit dem Weißkohl und 2 EL Öl mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Backofen auf 200 °C (Umluft: 180 °C) vorheizen.
Quark, Mehl, Backpulver, restliches 3 EL Öl und etwas Salz in eine weitere große Schüssel geben. 3 EL Wasser zufügen und mit den Knethaken eines Handmixers zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in 2 Hälften teilen, Backpapier in Blechgröße auf die Arbeitsfläche legen und den ersten Teigteil sehr dünn auf dem Papier ausrollen. Dann auf ein Backblech ziehen.

Mit der Hälfte des Frischkäses bestreichen, jeweils die Hälfte der Weißkohl-Sauerkraut-Mischung und der Walnüsse darauf verteilen. Im Backofen auf der untersten Schiene ca. 10 Minuten backen. Herausnehmen und aus den restlichen Zutaten auf dieselbe Weise einen 2. Flammkuchen backen.

 

Rotkohl

Blaukraut bleibt Blaukraut, Blautkreid bleibt... ach - einfach DER Klassiker zu vielen winterlichen Gerichten. Doch er macht sich nicht nur als Beilage sehr gut, sondern kann auch ausgefallener daherkommen. Frischer Rotkohl - roh oder kurz gegart - enthält im Gegensatz zu der Variante aus dem Glas wunderbare Vitalstoffe, die eine Wohltat für unseren Organismus sind. Lange gegart jedoch geht z.B. der sehr hohe Vitamin C-Gehalt fast komplett flöten. Klingt komisch, aber Rotkohl kann sogar die Stimmung heben! Zu verdanken haben wir das dem Pflanzenfarbstoff Anthocyan, der in Rotkohl gut vertreten ist. Zudem enthält er bis zu 400% (!) der empfohlenen Tagesdosis an Vitamin K, dazu noch viel Magnesium und Kalium. Durch die Ballaststoffe hält er lang satt und hilft einer müden Verdauung auf die Sprünge.

Falls Ihr ihn aus seinem Schattendasein als Beilage befreien wollt, hier eine mögliche Variante:


Rotkohlsteaks mit Ziegenkäse

Zutaten

Zubereitung

Backofen auf 180°C vorheizen.
Rotkohl putzen und in daumendicke Scheiben schneiden. Räuchertofu in kleine Miniwürfel schneiden. Ziegenkäse in Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken.
Die Rotkohlscheiben auf ein Backblech mit Backpapier geben, mit Öl bestreichen, etwas salzen und 10-15 Minuten backen. Im Anschluss Temperatur auf 160°C senken (statt vorzubacken, kann der Kohl auch kurz blanchiert werden).
3 EL Öl in eine kleine Schüssel geben. Den Saft einer kleinen Zitrone und Knoblauch zugeben und verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Knoblauch-Öl-Mix über die Steaks geben und weitere 20 Min. backen.

Aus dem Ofen nehmen und Ziegenkäse auf den Rotkohlsteaks verteilen. Ahornsirup darüber träufeln und weitere 5 Minuten backen, bis der Ziegenkäse leicht bräunlich wird.

Währenddessen Tofuwürfel mit etwas Öl scharf anbraten, mit Pfeffer und Salz würzen und mit etwas Zitronensaft ablöschen. Koriander grob hacken. Rotkohlsteaks mit Tofuwürfeln und Koriander servieren. Guten Appetit!

 

Rosenkohl

...gibt es zwar aktuell noch nicht, aber die Kleinen dürfen in unserer Kohlsortenliste natürlich nicht fehlen. Denn obwohl er so klein ist, steckt in ihm teilweise sogar mehr als in seinen größeren Kollegen. Vitamin C zum Beispiel! Ja, Rosenkohl hat mit 112 Milligramm pro 100 Gramm einen noch höheren Vitamin C-Gehalt als Grünkohl oder Brokkoli, die somit in dieser Angelegenheit nur auf Platz 2 und 3 der Kohlhitliste landen.
Obwohl er hierzulande erst seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt ist, ist er aus der winterlichen Küche nicht mehr wegzudenken. Sein feiner, aber doch deutlicher Kohlgeschmack, sowie die nahezu cremige Konsistenz machen ihn zu einer beliebten Kohlart.
Wer es bei Kohl magentechnisch eher schwer hat, hat bei Rosenkohl meist nichts zu befürchten. Durch seine Beschaffenheit ist er sehr bekömmlich und das Magenkneifen bleibt aus - sogar ganz im Gegenteil: die Bitterstoffe können eine gereizte Magenschleimhaut beruhigen.

Nun aber von der Theorie zur Praxis. Hier eine Rezeptidee für Euch:

 

Rosenkohlauflauf mit Kartoffelkruste

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Zutaten

Zubereitung

Rosenkohl putzen. Zwiebel schälen, fein würfeln und in heißem Öl andünsten. Kohl zufügen und kurz mitdünsten. Mit 200 ml Wasser ablöschen, aufkochen. Brühe einrühren und alles zugedeckt ca. 10 Minuten garen.

Kartoffeln schälen, waschen und grob raspeln. Rosenkohl samt Brühe in eine ofenfeste Form füllen. Geraspelte Kartoffeln darüber verteilen. Sahne mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und gleichmäßig über den Kohl gießen.

Den Auflauf im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Umluft 175 °C) 40-45 Minuten backen. Herausnehmen und nach Belieben mit Nussblättchen und Majoran garnieren.


Kohl, Kohl, Kohl!


Wir freuen uns auf eine wunderbare Kohlsaison mit Euch!

Lasst ihn Euch schmecken!