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09. September 2026

Kennt Ihr die Geschichte von den drei Schwestern?

Beitrag von Marie

Eine Wonne ist es, dieser Tage eine bunte Gemüsekiste aus den regionalen Schätzchen zusammenzustellen. Nach Bohnen und Kürbissen sind nun auch die Maiskolben in den sanften Hügeln von Rügge erntebereit und werden sofort mit in die nächste Kisten-Planung genommen. Mit Taschenrechner und Artikeltabelle vor der Nase, schweift ein nicht genutzter Teil des Einkäuferinnen-Gehirns jedoch ab und erinnert sich an die wunderschöne Geschichte der drei Schwestern, welche sie in einem sehr geliebten Buch las.

Die drei Schwestern, das sind Mais, Bohne und Kürbis, welche seit Jahrtausenden von den indigenen Völkern Nord- und Mittelamerikas in einem ausgeklügeltem Mischkultursystem angebaut werden. Alle drei Kulturen wachsen gemeinsam, Seite an Seite, über und untereinander, und das Geheimnis der guten Erträge und gesunden Pflanzen liegt in der Gemeinschaft, der Symbiose. Keine Konkurrenz, sondern Kooperation.

Der Mais sprießt als erster, macht sich geradlinig auf den Weg in den Himmel, denn ein fester Schaft ist wichtig für ihn. Die kurz darauf keimende Bohne mit ihren feinen Trieben findet im Mais eine natürliche Rankhilfe und kann sich so zu Licht und außerhalb der Reichweite von Bohnenräubern emporwinden.

Als Spätzünderin macht sich dann die am Boden kriechende Kürbispflanze auf den Weg und bedeckt mit ihren großen Blättern den Boden um die drei Schwersten herum. Dies hält die Feuchtigkeit in der Erde und andere Pflanzen vom Sprießen ab. Außerdem halten borstigen Blätter und Ranken knabbernde Raupen fern.

Da in dieser Symbiose alle etwas zu geben haben, ist es die Bohne, die es durch die Zusammenarbeit mit Bakterien schafft, Stickstoff aus der Luft in ihren Wurzelknöllchen in Stickstoffdünger umzuwandeln und für alle drei Schwestern stets eine große Portion dieser essenziellen Nahrung aufzutischen.

Diese Drei-Schwester-Gärten geben immer mehr Ertrag, als wenn jede der Schwestern für sich wachsen würde. Jede einzelne Pflanze tut das, was sie tun muss, und trotzdem ist es ein Ausdruck dessen, was eine Gemeinschaft werden kann, wenn ihre Mitglieder ihre Gaben erkennen und miteinander teilen. Gerade in diesen Zeiten mit viel Machthunger und Ausgrenzung in unserer und anderen Gesellschaften sind diese drei Schwestern ein wundervolles Bild dafür, was uns wirklich stark und glücklich machen kann.

Die indigene Botanikerin und Wissenschaftlerin Robin Wall Kimmerer schreibt in diesem sehr geliebten Buch „Geflochtenes Süßgras“ über die Pflanzen und Tiere als unsere ältesten Lehrer, die Großzügigkeit der Erde und welche Geschenke und Lektionen sie für uns bereithält.

KI generiert: Hauptinhalt: Verschiedene Kürbisse und Blumen in Holzkiste.
KI generiert: Eine Person erntet Salat in einem Feld.
KI generiert: Hauptinhalt: Kürbis auf grünen Blättern.

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