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Willkommen
"Landwirtschaft, Natur und Mensch im Einklang" - der Slogan der Bunde Wischen eG aus Schleswig, der es ziemlich gut auf den Punkt bringt. Es ist uns eine besondere Freude, einen neuen regionalen Lieferanten in unseren Reihen begrüßen und ihn Euch vorstellen zu dürfen.
Bereits 1986 beginnt die Geschichte des Projektes, das aus einer kleinen Arbeitsgruppe des BUND, sowie drei Rindern und einer Orchideenwiese entsteht. Viele Jahre sind seither vergangen, wahnsinnig viel Fläche, mehrere Höfe, zahlreiche Tiere, weitere tolle Ideen und anerkennende Auszeichnungen sind dazugekommen, doch das Thema "bunde Wischen" (aus dem Niederdeutschen für bunte, feuchte Wiesen), möglichst naturbelassen und voller Artenreichtum, ist bis heute geblieben. Der Schwerpunkt der Genossenschaft liegt auf einer tiergerechten, ganzjährigen Weidehaltung im Sinne des Naturschutzes. Rund 1.000 Rinder, überwiegend Galloways, leben das ganze Jahr über auf etwa 1.950 Hektar Fläche in verschiedenen Naturschutzgebieten bei uns im Norden, unter anderem in Holnis, der Geltinger Birk, im Stiftungsland Schäferhaus, am Schwansener See und in Reesholm bei Schleswig. Dazu gesellen sich einige Konikpferde, Nachfahren der letzten Tarpane, und einige Vertreter der wahrscheinlich ältesten, heute aber weltweit sehr seltenen Hausrindrasse „White Park Cattle", die gemeinsam durch die wunderschöne Landschaft streifen und sie so gestalten, wie ihre Natur es ihnen gebietet. Jede Art trägt mit ihrem Verhalten, ihren Fress-und Knabbervorlieben in den verschiedenen Jahreszeiten, sowie Hinterlassenschaften einen wichtigen Teil zur Artenvielfalt und Biodiversität bei, sodass sich bereits mehrere stark bedrohte Pflanzen- und Schmetterlingsarten ansiedeln und ausbreiten konnten.
Die meisten Gebiete, in denen die Herden unterwegs sind, lassen sich auf wild geschlungenen Wanderwegen erkunden und wenn man dort so in aller Ruhe rumschlendert und die niedlichen, plüschigen Galloways mit ihren kleinen Schützlingen beobachtet, wird schnell klar: genau so muss es doch sein.
Na klar, Rinderzucht geht nicht ohne ein Eingreifen. Die Herdengrößen in den Schutzgebieten sollen gesund und händelbar bleiben und trotz aller Wiesenromantik geht es auch um wirtschaftliche Aspekte. Dennoch: natürlicher kann tierbezogene Landwirtschaft in der heutigen Zeit wahrscheinlich kaum sein. Und das vom ersten Erblicken der Welt, in die wunderschöne Natur hineingeboren ohne Hilfe von Menschenhand, bis zum allerletzten Moment, der hier kurz und schmerzlos, in gewohnter Umgebung und mit nichtsahnender Ruhe gestaltet wird. Das wünscht man den Rindern von Herzen und zudem wirkt sich der stressfreie Ablauf sehr positiv auf die Fleischqualität aus. Bunde Wischen ist mit seinen jahrelang erprobten Methoden zum absoluten Vorzeigebetrieb geworden, leistet viel Aufklärungsarbeit, arbeitet an Projekten in Bezug auf tiergerechte, naturnahe Beweidung und an anderen Naturschutzprojekten mit und macht unseres Erachtens so viel so richtig, dass wir uns sehr freuen, Euch die Produkte von dort nun anbieten zu können.